(Vor)Lese-Tipps zur Schuleinschreibung

Vor kurzem fand in den Straubinger Schulen die Schuleinschreibung statt. Wenn auch Sie Ihre Kinder beim Lesenlernen in der Vor- und Grundschule unterstützen wollen, hat unser Bibliotheksleiter Georg Fisch hier ein paar wertvolle Tipps parat:

  • Was Sie als Eltern für den erfolgreichen Lesestart Ihrer Kinder tun können:
    Vorlesen, vorlesen und nochmal vorlesen! Denn Studien bestätigen, dass das Vorlesen in der Familie die beste Vorbereitung für einen erfolgreichen Lesestart ist.
    78 Prozent der Kinder, denen mehrmals in der Woche oder täglich vorgelesen wurde, fällt das Lesenlernen leicht. Neben den sogenannten Literacy-Fähigkeiten lässt sich auf bequeme Weise auch die für den Schulbesuch wichtige Konzentrationsfähigkeit fördern. Es empfiehlt sich, die Vorlesezeit nach und nach auf fünfzehn Minuten zu erhöhen. Selbstverständlich sollte dabei die Freude am Lesen im Mittelpunkt stehen.

  • Was man tun sollte, damit ein Kind zum Leser wird:
    Alle Kinder wollen lesen lernen. Leider sind die dafür notwendigen Fähigkeiten sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während die einen schon zu Weihnachten fließend lesen können, kann es bei anderen wesentlich länger dauern. Bei Erstlesern kommt es darauf an, den richtigen Schwierigkeitsgrad auszuwählen. Eine Über- oder Unterforderung durch den Text sollte vermieden werden.
    Bei uns sind deshalb die Erstleserbücher z.B. in die Lesestufen A, B und C unterteilt, um die Auswahl zu erleichtern. Damit ein Kind zum Leser wird, braucht es regelmäßig Zugang zu Büchern.

  • Welche Hürden Kinder bei der Entwicklung vom Erstleser zum Lesekind bewältigen müssen:
    Beim Übergang von der zweiten in die dritte Jahrgangsstufe  ist es wichtig, dass das Lesen sich allmählich automatisiert. Um die Grundlage für sinnentnehmendes Lesen zu schaffen,  ist tägliche Übung erforderlich. Schwierige Wörter müssen erklärt und Inhalte zusammengefasst werden.  Auch wenn das Kind schon lesen kann, brauchen Eltern nicht auf das Vorlesen verzichten. In dem sie nach und nach zu anspruchsvolleren Büchern übergehen, können Eltern ihre Kinder für das Lesen begeistern.

  • Wie Sie ab der 3. Klasse das Leseinteresse wach halten können:
    Lesen ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Der Lesestoff sollte sich an den individuellen Interessen des Kindes orientieren. Lassen Sie Ihre Kinder deshalb auch selbst Bücher (z. B. in der Biblitohek) aussuchen.

Das allerwichtigste ist aber: Sie als Eltern sind Vorbilder für Ihre Kinder, lesen Sie daher selbst und geben Sie regelmäßige Leseimpulse!