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Aktuelles

Lesetipps - KW 26/27

Georg Fisch, Leiter der Stadtbibliothek Straubing, stellt aus seiner Sicht besonders lesenswerte Romane und interessante Sachbücher vor, die es nicht immer in die alles beherrschenden Charts schaffen.          

 

Inge Löhnig: Sieh nichts Böses  

Bei einer Polizeiübung im Forstenrieder Park finden die Spürhunde an Stelle der für sie präparierte Probe eine echte Leiche, neben der die Figur eines kleinen Äffchens liegt, das den Schoß mit beiden Händen bedeckt. Es erinnert Kommissar Dühnfort an die drei weisen Affen: Nichts Böses sehen. Nichts Böses hören. Nichts Böses sagen. Das vierte Äffchen symbolisiert: Nichts Böses tun. Bei der Toten handelt es sich um eine Frau, die angeblich vor einigen Jahren untergetaucht ist. Als eine weitere Frau auf dieselbe Art verschwindet erkennt Dühnfort die Zusammenhänge. Auch im 8. Band der Kommissar-Dühnfort-Serie zeigt sich Inge Löhnig als Meisterin des psychologisch stimmigen Kriminalromans, der beim Spannungsaufbau auf drastische Ekel-Effekte verzichten kann.     

 

Siddharta Mukherjee: Das Gen

In seinem neuesten Buch befasst sich der Mediziner und Bestseller-Autor Mukherjee („Der König aller Krankheiten“) mit der Entstehung, Ausbreitung und Zukunft einer der wirkmächtigsten Ideen der Wissenschaftsgeschichte: des Gens, der Grundeinheit der Vererbung und sämtlicher biologischen Informationen. Anschaulich und auch für den Laien gut verständlich erzählt Mukherjee die Geschichte der Genetik von Gregors Mendels Erbsenkreuzungen bis zur neuesten Gen-Bearbeitungs-Methode CRISPR. Angesichts der möglichen Konsequenzen warnt er davor, die in unseren Genen codierte Information zu verändern. Statt uns „ein bisschen besser“ zu machen, könnten wir Gefahr laufen, uns beträchtlich zu verschlechtern.    

 

Oskar Maria Graf: Das Leben meiner Mutter  

Anlässlich des 50. Todestages  von Oskar Maria Graf (1894-1967) sei an dieser Stelle auf einen der schönsten Romane der bayerischen Literatur hingewiesen. Mit erzählerischer  Kraft und psychologisch genauer Beobachtungsgabe  beschreibt der Autor das Leben seiner Mutter und der „einfachen Leute“ im Königreich Bayern in den Jahrzehnten um 1900 herum, wie es wirklich war. Hörbuch-Freunden empfehle ich die gekürzte Fassung mit  dem unvergessenen Gustl Bayerhammer.  

 

  • Interessierte können die genannten Bücher ab sofort in der Stadtbibliothek Straubing ausleihen bzw. vormerken. Aktuelle und vergangene Lesetipps sind im Bibliothekskatalog mit dem Schlagwort "Lesetipp" recherchierbar.

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