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Lesepaten
ein Projekt der Stadtbibliothek Straubing zur individuellen Leseförderung

Foto_Lesepaten1a02Ziel:
Initiative von Freiwilligen zur Verbesserung der Lese- und Sprachkompetenz bei aufgeschlossenen und förderbedürftigen Kindern in Grund- und Hauptschulen, deren Eltern sich Nachhilfeunterricht nicht leisten können.

Organisation:
Stadtbibliothek Straubing in Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenzentrum Straubing e. V.

Die Stadtbibliothek organisiert und betreut die Zusammenarbeit zwischen Lesepaten, Kindern und Schulen. Sie stellt die Initiative an Schulen vor, wirbt Lesepaten und vermittelt diese an interessierte Schulen. Die Auswahl förderbedürftiger und förderwilliger, sozial benachteiligter Kinder erfolgt dabei ausschließlich durch Lehrkräfte und ist an die schriftliche Zustimmung der Eltern gebunden. Die Stadtbibliothek Straubing übernimmt gemeinsam mit den Lesebeauftragten für die Grund- und Hauptschulen die Schulung der Lesepaten. Sie stellt Schulbibliotheksräume und Kinderbücher zu Verfügung. Zum Erfahrungsaustausch finden regelmäßige Treffen statt.

Lesepaten:
Lesepaten können alle sein, die Zeit und Motivation aufbringen, Mädchen oder Jungen bei der Bewältigung ihrer Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache zu unterstützen. Derzeit stehen 100Freiwillige zur Verfügung.

Aufgaben:

    Was wird gemacht?
     

  • Lesen altersgemäßer Texte jeglicher Art, Wünsche des Kindes sollten berücksichtigt werden, damit alle Spaß am Lesen haben
  • Gemeinsames Gespräch über das Gelesene, um das Textverständnis zu üben
  • Beispiele und Vorgaben des Lesepaten durch Vorlesen eines Textes mit korrekter Betonung und Sprechen in ganzen Sätzen
  • Eingehen des Lesepaten auf individuelle Schwierigkeiten beim Lesen, Sprechen und Schreiben
  • Die Leseförderung findet außerhalb des regulären Unterrichts statt; also nach der Schule oder in Freistunden
  • Die Leseförderung findet entweder in der Schule oder einem Hort statt. So bleiben Kinder in einer vertrauten Umgebung und der Lesepate hat einen direkten Kontakt zur Lehrkraft des Kindes. Außerdem bleibt die Privatsphäre des Mentors/der Mentorin gewahrt.
  • Was wird nicht gemacht?

  • Die Arbeit zwischen Lesepaten und den Kindern soll und kann den Deutschunterricht nicht ersetzen. Sie ist nicht als Nachhilfe gedacht.
  • Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche bzw. -störung bedürfen der Förderung durch ausgebildete Fachleute

Anforderungen:
Es werden bei den Lesepaten keine besonderen pädagogischen Kenntnisse vorausgesetzt. Im Idealfall sollten auf spielerische Weise Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt und erweitert werden.

Lesepaten sollten

  • selbst gerne Lesen
  • gerne mit Kindern umgehen
  • Spaß an sprachlicher Betätigung haben, gern erzählen und gut zuhören können
  • jungen Menschen helfen wollten, erfolgreich zu sein und weiterzukommen
  • sich freuen, Verantwortung für einen jungen Menschen zu übernehmen

Foto_Lesepatena03Der Zeitaufwand ist nicht groß; einmal in der Woche sollten die Lesepaten sich mit ihrer Schülerin/ ihrem Schüler für ca. 30-45 Min. zum gemeinsamen Lesen und Sprechen treffen. Wichtig sind vor allem Kontinuität und Ausdauer. Wer die Arbeit mit einem Schüler/ einer Schülerin aufnimmt, sollte sie mindestens über ein halbes Jahr kontinuierlich fortführen.

Die Leseförderung findet natürlich nur mit Zustimmung der Eltern und in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Kinder statt. Für die Lesepaten, die Kinder und die Schulen ist die Leseförderung freiwillig, daher kann sie von jeder der drei Parteien auf Wunsch beendet werden.

Interesse:
Wenn Sie Interesse an der ehrenamtlichen Tätigkeit als Lesepate haben, senden Sie uns bitte das Anmeldeformular für Lesepaten an die Stadtbibliothek

oder kommen Sie persönlich vorbei.

Lehrkräfte und Betreuer, die Kinder für die Aktion “Lesepaten” anmelden wollen, werden um Vorlage der Teilnahmeerklärung für Schüler und Erziehungsberechtigte gebeten.

Zum Weiterhören:
Radiobeitrag zur Lesepatenschaft

Zum Weiterlesen:

adobe_pdf0245Flyer “Lesepaten gesucht”


adobe_pdf0227“Hast du Worte? Lesepaten in der individuellen Leseförderung”.
In: Bibliotheksforum Bayern. Heft 4 - 3.Jahrgang, Oktober 2009. S. 275-277


Ansprechpartner:

Georg Fisch
georg.fisch@straubing.de