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Agnes Bernauer Garten

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Der Agnes Bernauer Garten ist bei schönem Wetter geöffnet und über das Treppenhaus des Salzstadels erreichbar. Gemütliche Gartenmöbel und schattenspendende Sonnenschirme sorgen für eine angenehme Atmosphäre.

Öffnungszeiten:

Dienstag - Freitag: 10.00 - 17.30 Uhr
Samstag:                 10.00 - 12.30 Uhr

 

Rund um den Agnes-Bernauer-Garten
Dr. Dorit Krenn (Leiterin des Stadtarchivs)

Ein kleines Idyll verbirgt sich hinter der mittelalterlichen Stadtmauer am Salzstadel, zu dem eine spätgotische Pforte aus dem Jahr 1477 den Zugang eröffnet: der Schlossgarten mit dem Bernauerturm. 1474 ordnete der bayerische Herzog Albrecht IV. an, dass die Straubinger Befestigungsanlagen verstärkt werden müssen. Vermutlich entstand in diesem Zusammenhang auch der fünfeckige, zinnenbekrönte Verteidigungsturm. Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts diente der Turm dann den Bewohnern des Regierungsgebäudes als „Sommerhäuschen“.
Hundert Jahre später verbreitete sich die Sage, dass Agnes Bernauer, die unstandesgemäße Ehefrau des wittelsbachischen Herzogssohnes Albrecht III., in diesem Turm gefangen gehalten worden sei. Der „Gefängnißthurm“ der Bernauerin wurde seitdem in zahlreichen Stichen und Lithographien, auf Postkarten und Plakaten abgebildet. Bis heute trägt er den Namen „Agnes-Bernauer-Turm“ und der Schlossgarten wurde zum „Bernauergarten“.

Seit dem 6. August 2004 wird dieser romantische Ort nun seinem Namen wirklich gerecht: Eine bronzene Statue des Künstlers Christoph Pommer erinnert hier an das Schicksal der Agnes Bernauer, die am 12. Oktober 1435 in der Donau ertränkt wurde.